Über Theaterfotografie.Köln

 

 

„Die ganze Vielfalt, der ganze Reiz, die ganze Schönheit des Lebens besteht aus Schatten und Licht.“

Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910)

 

Ein Theaterfotograf, oder jemand der es sein möchte, hat im Grunde genommen zwei entscheidende Vorteile gegenüber jemandem der andere Dinge fotografieren möchte.

 

Erstens muss er sich sein Motiv nicht selber suchen und auch keine Modelle organisieren. Er bekommt dies alles fertig inszeniert vor der Linse präsentiert.

 

Zweitens muss er sich nicht um das zum fotografieren essentielle Licht sorgen, denn auch dies bekommt er in allem seinem interessanten Facettenreichtum vorgesetzt.

 

„Es is scho alles foddografiert worden, bloß net von an jeden.“

Karl Valentin (1882-1948)

 

Und dennoch ist es dann vielleicht doch nicht ganz so einfach: Eine Theaterfotografie aus der Perspektive des Zuschauers als reines Abbild dessen was man gesehen hat ist häufig so interessant wie ein Handy-Bild vom Kölner Dom. 

 

Theaterfotografie definiere ich als die Übersetzung einer Welt der Worte und Bilder in die Sprache und Ästhetik der Fotografie. Zwar kann ich diese nicht neu erfinden; allerdings aber kann ich ihr sowohl meine persönliche Sichtweise als auch mein subjektives Bedürfnis nach einer optisch interessanten und spannenden Fotografie mitgeben.  Dazu bin ich auf der Suche nach Momenten und Perspektiven, die man als Theaterzuschauer so nicht unbedingt wahrnimmt.

 

Die Kamera sehe ich lediglich als Werkzeug. Wichtiger erscheint mir das Spiel mit dem vorhandenen Licht und das Ausblenden sämtlicher zum Sehen unwesentlicher Sinne.

 

„Fotografiere niemals etwas, das dich nicht interessiert!“

Lisette Model (1901-1983)

 

Mit Unterbrechungen fotografiere ich seit meiner Kindheit. Ebenso mit Unterbrechungen wirkte ich seit meiner Schulzeit an verschiedenen Theaterproduktionen mit. Beide Leidenschaften und die damit verbundenen Erfahrungen möchte ich heute mit der Theaterfotografie verbinden.

 

Wie bereits oben erwähnt bin ich auf der Suche. Dazu muss man üben und experimentieren. Ich bedanke mich an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Darstellern, die mich bisher haben "üben" lassen.  Und ich bedanke mich bei allen Lichtdesignern, die mir zum "üben" so grossartiges Licht gezaubert haben. Danke auch an die Leitung der studiobühneköln, die mir bereits viele Produktionen zum "üben" geöffnet haben.

 

Mit dieser Homepage präsentiere ich den Stand meiner Übungen. 

 

Ingo Solms, Köln, Dezember 2014

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